Diese Schiffsmühle ist voll funktionsfähig.

 Kurzinfo:

  • Nachbau einer Schiffsmühle von 1874
  • Fertigstellung 1999
  • Volle Funktionsfähigkeit
  • Geöffnet von April bis Oktober
Verwaltung

Schiffsmühle

Am Petriförder
39106 Magdeburg
Öffnugszeiten
  • Öffnugszeiten: Aprill bis Oktober
    Di - So 10:00 - 17:00 Uhr

  • Preise: Eintritt frei
    Führung kostenlos
Geschichtliches

Der Nachbau einer historischen Schiffsmühle von 1874 erinnert an eine lange Magdeburger Tradition. Mit dem Aufleben der Elbe-Schifffahrt war die Zeit der Schiffsmühlen leider vorüber, da sie mitten auf dem Fluss schwammen und damit den Schiffsverkehr behinderten. Diese Schiffsmühle ist 1999 fertig gestellt worden und ist voll funktionsfähig. Bei einem Besuch der Mühle können Sie sich selbst davon überzeugen.

Geschichtliches:

Die Schiffsmühlen arbeiten im Grunde genauso, wie die Windmühlen, nur mit einem anderen Medium. Auf den Flüssen Donau, Rhein, Weser, Leine, Elbe, Mulde, Oder und Saale waren die unterschiedlichsten Arten von Schiffsmühlen zu sehen. Im Jahre 840 wurde die erste Schiffsmühle auf dem Rhein in den Urkunden erwähnt. Auf der Elbe wurde die erste Schiffsmühle im Jahr 1227 bei Meisen dokumentiert. Zur Zeit der Reformation zählte man nicht weniger als 534 Schiffsmühlen. Selbst 1852 gab es noch 115 Schiffsmühlen auf der Elbe. 1874 wurde die letzte Schiffsmühle in Magdeburg stillgelegt.

Da in der Börde westlich von Magdeburg schon immer eine Getreidehochburg war, war auch Magdeburg die Handelsplattform für die Ernte aus der Börde. Somit entwickelte sich auch in Magdeburg die entsprechende Infrastruktur zur Weiterverarbeitung des Getreides. Dadurch hatten auch die Schiffsmüller ein gutes Auskommen und es gab viele Schiffsmühlen auf der Elbe in Magdeburg. Im Jahre 1806 lagen 19 davon in und um Magdeburg.

Funktion:

Die Schiffmühlen wurden im Fluss festgebunden. Das Schaufelrad wurde vom Wasser angetrieben und je nach Strömungsstärke hoch oder runter geleiert. Über das Schaufelrad wurde der Mühlstein über Umlenkräder angetrieben. Die gesamte Konstruktion außer den Mühlsteinen war aus Holz. Die anfälligsten teile der Konstruktion waren die Lager des Antriebes. Diese wurden mit Bienenwachs oder Rinderfett gewachst. Das war das Wichtigste wonach der Müller schauen musste.

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