Petrikirche

Südansicht der Petrikirche

Kurzinfo

  • 1150 Baubeginn
  • 1213 Zerstörung bei einemAngriff Kaiser Otto's
  • 1258 erst urkundliche Erwähnung
  • 1631 Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg
  • 1689 Fertigstellung des Wiederaufbaues
  • 1945 schwere Beschädigungen durch den Krieg
  • 1970 Einweihung nach dem Wiederaufbau
Verwaltung

Kirche Sankt Petri

Neustädter Straße 4
39104 Magdeburg
Geschichtliches

Seit ca. 960 Jahren steht die Petrikirche auf dem Petersberg an der Elbe. Zuerst vor den Stadtmauern mittlerweile fast mitten in Magdeburg. Jedoch hat sie sich in dieser Zeit mehrmals verändert.

Teilansicht der PetrikircheDie Erbauung der Petrikirche began im Jahre 1150. Sie wurde Anfangs als Dorfkirche der Ortschaft Frose genutzt. Dieses Fischerdorf lag an der Elbe außerhalb der Stadtmauer Magdeburgs. Diese erste Version hatte schon im Westen den hohen Wehrturm, jedoch der Hauptbau war einschiffig und niedriger als der spätere Bau.

Schon 63 Jahre später, im Jahre 1213, wurde das Dorf inklusive der Petrikirche beim Angriff Kaiser Otto IV zerstört. Da in diesem Bereich auch die Stadtmauer zerstört wurde nutzte man die Gelegenheit die neu zu errichtende Kirche mit einem Teil des Dorfes in die Stadt hinein zu holen. Der neue Kirchenbau wurde wieder genau an der selbe Stelle errichtet.

Im Jahre 1258 wurde die Petrikirche erstmals urkundlich erwähnt. Und in der Magdeburger Chronik wurde sie im 14. Jahrhundert verewigt.

Die fünfseitige Apsis und die dreischiffige gotischen Hallenkirche wurden um das Jahr 1400 angebaut. Bis ins Jahr 1480 dauerten die Arbeiten. Sie beinhalteten auch vor dem Doppelportal des südlichen Seitenschiffes den Bau einer Vorhalle mit gotischem Backsteingiebel.

Dann kam der 10. Mai 1631. Bei der Zerstörung Magdeburgs während des Dreißigjährigen Krieges brannte die Petrikirche aus und dabei brach ein Teil des Kreuzgewölbes ein. Der Wiederaufbau dauerte bis 1689.

Auch der zweite Weltkrieg ging an der Petrikirche nicht spurlos vorbei. Bei dem schweren Luftangriff am 16. Januar 1945 wurde sie bis auf den Turm und die Vorhalle zerstört. Im Jahre 1958 wechselte der Besitzer der Ruine und die katholische Pfarrgemeinde der Sankt-Sebastian-Kirche begann 1962 dann im Rahmen der Aktion Sühnezeichen die Ruine zu enttrümmern und im Anschluss wieder aufzubauen. Und so wurde am 20. November 1970 die Petrikirche neu geweiht.

Anfahrt
Die Petrikirche steht am Petriförder zusammen mit der Magdalenenkapelle. Kommen Sie aus Richtung Universitätsplatz oder Richtung Herrenkrug, so biegen Sie bei der Jerusalembrücke zum Schleinufer ab. Kommen Sie aus Richtung Hauptbahnhof bzw Berliner Straße, so biegen Sie bei der Strombrücke zur Johanniskirche ab und fahren an der Elbe links zum Petriförder. Dort können Sie dann parken und über eine wundervoll geschwungenen Fußgängerbrücke zur Petrikirche hinüber gehen.
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