Kloster unserer lieben Frauen

Ansicht des Klosters Unserer lieben Frauen

Kurzinfo

  • 1015 - 1018 Erbauug des Klosters in holzbauweise
  • 1064 Fertigstellung des Steingebäudes
  • 1207 nach dem Brand im Dom wird die Marienkirche zur Kathedrale ernannt
  • 1506 die Wallfahrtskapelle zum Ölberg auf dem Kirchhof wird gebaut
  • 1546 während des Schmalkaldischen Kriegs wurde das Kloster geplündert
  • 1945 Teile des Klosters werden bei Luftangriffen zerstört
Verwaltung

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

Regierungsstraße 4-6
39104 Magdeburg
Ausstellungen

PETER HERRMANN Malergrüße aus Berlin

31. Oktober 2016 bis 12. März 2017 verlängert bis 17. April 2017
Eröffnung: Sonntag, 30. Oktober 2016, um 15.00 Uhr

ars viva 2017:

Jan Paul Evers, Leon Kahane, Jumana Manna 
Ausstellung der mit dem ars viva-Preis für Bildende Kunst 2017 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V.  ausgezeichneten Künstler
9. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017
Eröffnung: Sonnabend, 8. Oktober 2016, 19.30 Uhr

TE Nordpol – 24x die Welt 2016

Medieninstallation
ab 23.1.2016
Geschichte

Mitten in der Altstadt Magdeburgs in unmittelbarer Nähe des Dom's, des Hundertwasserhauses und des Landtagsgebäudes liegt das Kloster "Unserer lieben Frauen". Die Klosteranlage gehört zu den bedeutendsten romanischen Anlagen Deutschlands.

Ansicht des HaupteingangesDas Kloster wurde um 1015 - 1018 errichtet. Sehr wahrscheinlich war es ein Holzbau, man weiß es jedoch nicht, weil die vorhandene Gründungsurkunde gefälscht ist. Ab 1063/64 wurde das Gebäude als drei-schiffige, flach-gedeckte Basilika erstellt. Jahr 1129 übereignete Erzbischof Norbert von Xanten das Kloster dem neu gegründeten Prämonstratenserorden. 1130 erfolgte die Übergabe des Alexius-Hospitals an das Kloster. Unter Albrecht dem Bären erhielt das Kloster 1151 als Schenkung mehrere Dörfer. Beim Stadtbrand von 1188 erlitt auch die klösterliche Marienkirche Schäden.

Am Karfreitag des Jahres 1207 brannte der alte Magdeburger Dom. Die Marienkirche des Klosters Unser Lieben Frauen wurde daher eilig zur Kathedrale erhoben. Zwischen 1220 und 1240 fanden Umbauten statt, um gotische Elemente einzuführen. So entstand im Mittelschiff ein Kreuzrippengewölbe und in den Seitenschiffen Kreuztraggewölbe. Der romanische Charakter der Kirche blieb jedoch erhalten.

1445 wurde das abgebrannte Dormitorium wieder errichtet. Das Chorgewölbe wurde im Jahre 1500 erneuert. Um diese Zeit herum besaß das Kloster auch eine Druckerei und ein Gasthaus wurde errichtet. Und im Jahre 1506 die Wallfahrtskapelle zum Ölberg auf dem Kirchhof gebaut.
Während des Schmalkaldischen Kriegs wurde das Kloster 1546/1547 geplündert, so dass der Rat der Stadt die Schlüsselgewalt über die entehrte Marienkirche an sich nahm und sie bis 1558 behielt. 1550/1551 wurde während der Belagerung der Stadt durch kaiserliche Truppen das Dormitorium erneut beschädigt. Bei der Erstürmung und weitgehenden Zerstörung Magdeburgs durch kaiserliche Truppen unter Tilly am 10. Mai 1631 wurde das Kloster nur verhältnismäßig gering beschädigt. Seitens der Angreifer wurde das Kloster gesondert behandelt und vor Plünderungen geschützt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden 1945 bei Luftangriffen der westliche Flügel der Klausur und das Dach der Kirche zerstört. Zwischen 1947 und 1949 wurde der Chor der Marienkirche wiederaufgebaut, die Orgelempore wurde 1948 abgerissen.

Die Konzertorgel wurde am 21. September 1979 eingeweiht. Das Instrument wurde von der Orgelbaufirma Jehmlich erbaut und hat 62 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen und Koppeln elektrisch.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung von 1990 entstand 1992 eine weitere Bronzerelieftür durch Werner Stötzer für den unteren Kreuzgang. 1994 erfolgte die Restaurierung der Krypta, 1999 begann die Sanierung des Kreuzgangs. Im Jahr 1993 wurde das Kloster zum Mittelpunkt der neu eingerichteten Straße der Romantik erklärt.

Anfahrt
Sie stehen auf dem Breiten Weg vor dem Hundertwasserhaus, dann gehen Sie links daran vorbei und ca 200m gerade aus. Sie stehen direkt davor.
Sie stehen auf dem Domplatz, dann gehen Sie rechts am Landtagsgebäude vorbei. Nach 100m sind Sie schon da.
Map
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