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Sehenswürdigkeiten Magdeburg
Pauluskirche

Kurzinfo

  • 1894 Baubeginn
  • 1896 Fertigstellung
  • 1960 - 1970 Innensanierung
  • 1997 - 2002 Fassadensanierung
  • Baustil Neugotisch

Pauluskirche in der Vollansicht

Die Pauluskirche wurde in den Jahren 1894 - 1896 erbaut. Man hat diese Gemeindekirche des Magdeburger Stadtteiles "Stadtfeld Ost" dem Apostel Paulus gewidmet. Sie wurde nötig, da die wachsende Bevölkerung westlich der Festung Magdeburg im Jahre 1888 einen eigenen Pfarrer bekam, und kurze Zeit später sogar noch einen zweiten zur Unterstützung. Nach dem man sich zum Bau einer eigenen Kirche entschlossen hatte, wurde für die Planung ein Architekturwettbewerb ausgerufen. Man hat als Kostenrahmen einen Betrag von 200.000 Mark ausgesprochen. Daran sollten sich die Teilnehmer richten.

 Die Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth aus Berlin haben sich in dem Wettbewerb überzeugt und wurden mit der Planung beauftragt. Die Magdeburger Baumeister Heinrich Cornelius und Emil Jaehn, die mit einem eigenen Entwurf den 3. Preis errungen hatten, führten den Bau in den Jahren von 1894 bis 1896 aus. Das ausgewählte nur 1.770 qm große Grundstück erwies sich aufgrund seines dreieckigen Zuschnitts als schwieriger Bauplatz, sodass der Kirchturm an die Nordseite des Kirchenschiffs gebracht werden musste. Der erste Spatenstich erfolgte am 14. September 1894, die Grundsteinlegung am 31. Oktober 1894. Die Schlussabnahme nach Fertigstellung des Gebäudes fand am 25. September 1896 statt.

Das Gebäude wurde im neugotischen Baustil ausgeführt. Die zweischiffige Kirche wurde wie 900 Jahre zuvor am Magdeburger Dom mit Ummendorfer Sandstein verblendet. Der Turm erhielt einen quadratischen Grundriss und eine schlanke achteckige Spitze. Das schmale Seitenschiff wurde an die Nordseite des Hauptschiffes angefügt. Die Längsseiten des Kirchenschiffs wurden mit jeweils drei Zwerchgiebeln versehen, und die Fassade ist dem neugotischen Baustil entsprechend mit Kapitellen, Mosaiken und Fensterteilungen geschmückt. Das Satteldach und die Turmspitze sind mit Schiefer gedeckt.

Ansicht dess Kirchenportals

Die Kirche sollte Raum für 900 Personen schaffen, daher wurden ursprünglich zwei Emporen vorgesehen. Heute verläuft eine Empore, die von Granitsäulen getragen wird, an den Wänden des Hauptschiffes. Der Kirchenraum wird von Kreuzrippengewölben geschlossen.

Die Orgel

Die romantische Orgel mit 30 Registern wurde 1896 von Orgelbaumeister W. Rühlmann aus Zörbig gebaut, das Gehäuse und den Prospekt entwarf und baute der Hofbildhauer Künsch aus Wernigerode. Dass Kirchenschiff wurde einst von sechs in der Werkstatt Ferdinand Müllers in Quedlinburg hergestellte farbige Fenster geschmückt. Durch die Kriegseinwirkungen blieben nur die drei Südfenster erhalten. Sie stellen "Jesus und Nikodemus", "Jesus und die Samariterin" sowie "Jesus und den reichen Jüngling" dar. Sie zeigen Jesus damit im Gespräch mit damals ausgegrenzten bzw. an den Rand gedrängten Menschen, mit Menschen, mit denen "man" nicht sprach und weisen auf ein Wesensmerkmal der Kirche hin: sich an die Seite von Armen, Schwachen, an den Rand gedrängten Menschen zu stellen, für sie da zu sein.

Die Sanierung

Der in den 1960er Jahren vorgenommene unansehnliche weiße Innenanstrich und die wegen Material- und Finanzmängeln zur DDR-Zeit unterbliebene Unterhaltung der Außenhaut ließen das Gotteshaus zunehmend vernachlässigt erscheinen. Erst mit der deutschen Wiedervereinigung konnte durch Spenden und Fördermittel sowie durch kostengünstige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eine Totalsanierung ermöglicht werden. Von 1997 bis 2002 wurden für 2,3 Millionen Euro die Fassade erneuert und dem Innenraum die historische Farbgestaltung wiedergegeben. In einer zweiten Phase wurden das Dach und der Turm erneuert.

 


 

Impressionen zur Petrikirche

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pauluskirche-haupteingang
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pauluskirche-vollansicht-westseite
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pauluskirche-vollansicht
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pauluskirche-westansicht
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Goethestr. 28
39108 Magdeburg
  • 0391 - 733 31 66
  • Vorstellungen:


    10.5.2014
    Wie im Himmel - Konzert mit Lex van Someren
    19:00 Uhr
    Lex van Someren

    18.5.2014
    Konzertreihe 2: Klangwelten
    17:00 Uhr
    Baumbach-Duo

    29.6.2014
    Konzertreihe 3: Wagner von einer Kurkapelle?/strong>
    17:00 Uhr
    ABEMA-Quartett

    21.9.2014
    Konzertreihe 4: Geistliche Chormusik der Romantik
    17:00 Uhr
    Neuer Magdeburger Kammerchor

    5.10.2014
    Konzertreihe 5: Konzert für Saxophon und Orgel
    17:00 Uhr
    Götz Baerthold und Tobias Börngen

    2.11.2014
    Konzertreihe 6: Die fabelhafte Welt der klassischen Gitarre
    17:00 Uhr
    Gitarren-Ensemble "Vielseitig"

 

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